3D-Terrain für PlexMap 3D generieren
Ein Digitales Geländemodell (DGM) ist die zentrale Grundlage für alle 3D-Views, die für PlexMap 3D erstellt werden. In diesem Tutorial wird beschrieben, wie 3D-Terrains für PlexMap 3D erstellt werden.
Erstellung eines Terrains für PlexMap 3D Ankerpunkt
Grundlage für die Erstellung eines 3D-Terrains für PlexMap 3D ist ein Digitales Geländemodell (DGM).
Wenn das Geländemodell bereits in einem Depot vom Typ Grid vorliegt, kann das Geländemodell im Switchboard einfach mit der Funktion In Layer speichern in einem Layer vom Typ Gelände gespeichert und als 3D-Terrain in eine PlexMap 3D View eingebunden werden.
Liegt das DGM als Punktwolke vor (z.B. im ASCII-, LAS- oder LAZ-Format), muss diese zunächst über ein entsprechendes Switchboard in ein Raster umgewandelt und in ein Depot vom Typ Grid gespeichert werden. Verwenden Sie für diese Umwandlung die Funktion Rastern.
Zur Umwandlung einer Punktwolke in ein Raster muss PlexMap Points lizenziert sein.
Erstellung eines Multi-Resolution-Terrains Ankerpunkt
Ein Multi-Resolution-Terrain ist ein 3D-Terrain, dass aus mehreren DGM zusammengesetzt ist, die jeweils verschiedene Auflösungen haben.
Multi-Resolution-Terrains kommen regelmäßig zum Einsatz, wenn z.B. das Umland einer Stadt ebenfalls als 3D-Terrain in PlexMap 3D visualisiert werden soll aber die Auflösung für das DGM im Umland geringer ist als die Auflösung des DGM im Stadtgebiet. Im Multi-Resolution-Terrain werden beide DGM als zusammenhängendes 3D-Terrain in PlexMap 3D dargestellt.
Um ein Multi-Resolution-Terrain zu erzeugen, werden alle vorliegenden Geländemodelle in In Layer speichern untereinander in einem Layer vom Typ Terrain Proxy gespeichert. Die eingesetzten DGM werden in derselben Reihenfolge, wie sie in den Layer gespeichert wurden, übereinander gelegt. Daher sollte ein Geländemodell mit geringer Auflösung unter ein Geländemodell mit höherer Auflösung platziert werden.
Das Multi-Resolution-Terrain ist nun fertig und kann in einer beliebigen PlexMap 3D View eingesetzt werden.
Erstellung eines TIN Terrain Ankerpunkt
Das TIN (Triangulated Irregular Network) ist eine wertvolle Ergänzung zum klassischen Raster als Geländemodell. Während das Raster das Gelände in ein vorgegebenes, gleichmäßiges Viereck-Muster unterteilt, arbeitet das TIN mit einem dynamischen Netz aus unregelmäßigen Dreiecken. Es besteht aus Messpunkten, die durch Kanten so miteinander verbunden werden, dass eine lückenlose 3D-Oberfläche entsteht.
Der große Vorteil gegenüber dem Raster liegt in der detailgetreuen Abbildung der Geländestruktur. Ein TIN kann markante Bruchkanten, wie etwa Böschungskanten oder Stützmauern, genau abbilden. Während ein Raster solche Linien nur „treppenartig“ annähern kann, verlaufen die Dreieckskanten im TIN präzise entlang dieser Strukturen. Zudem bleibt die Integrität deiner Daten gewahrt, da jeder eingemessene Punkt exakt als Eckpunkt erhalten bleibt und nicht auf einen Zellmittelwert gerundet wird. Das macht das Modell besonders effizient, da es nur dort eine hohe Datendichte aufweist, wo das Gelände tatsächlich komplex ist.
Für den Import in Plexmap können Dateiformate wie CityGML, GML, XML, CityJSON, glTF, DXF, OBJ und STL Dateien genutzt werden.
In PlexMap wird zwischen semantischen Datentypen CityObject und reinen Geometrie-Modellen Mesh unterschieden. Die folgende Einteilung stellt sicher, dass die Daten für die Weiterverarbeitung (z.B. Abfragen, Analysen oder Attributanzeige) optimal im System liegen.
Import als CityObject Ankerpunkt
Um Ihre Geländedaten Schritt für Schritt in das System einzupflegen, nutzen Sie im ersten Schritt die Funktion Datei laden.
Dadurch wird die gewünschte Quelldatei zunächst als einfaches File in das Switchboard integriert.
Damit PlexMap die enthaltenen Geometrien verarbeiten kann, wird danach die Funktion CityObjects laden verwendet, die das File in ein lesbares CityObject umwandelt. Abschließend speichern Sie die Daten mit der Funktion In Layer speichern.
Import als Mesh Ankerpunkt
Über die Funktion 3D-Meshes importieren können Sie die Daten direkt in das Switchboard laden. In der ersten Zeile wird der entsprechenden Dateipfad angeben. Durch diesen direkten Import werden die Files sofort als Mesh verarbeitet. Nach diesem Schritt müssen die Daten nur noch mit der Funktion In Layer speichern gesichert werden.
Achten Sie auch hier darauf, im Argument config der Funktion In Layer speichern den Typ Gelände festzulegen und den Zoomstufen-Bereich zwischen 19-21, für eine detailgetreue Abbildung in der View, zu konfigurieren.